Im Laufe der Zeit gab es immer wieder Weisheiten und Geschichten, die mich tief bewegt haben. Hier eine kleine Auswahl:

"Der Traumhändler" von Augusto Cury, Allegria Verlag, Seite 37

"Wenn ich die Kürze meiner Existenz im unendlichen Fluss der Zeit bedenke und mir klarmache, wie viel vor mir war und nach mir sein wird, dann enthüllt sich mir meine eigene Winzigkeit. Wenn ich bedenke, dass ich eines Tages in die Stille des Grabes fallen und von der Unendlichkeit verschlungen werde, verstehe ich, wie beschränkt ich bin. Wenn ich aber meine Grenzen hinnehme, bin ich kein Gott mehr und werde frei, um einfach nur Mensch zu sein. Ich trete aus dem Zentrum des Universums heraus, um auf unbekannten Wegen zu wandern..."

 

Den TAG leben... Verfasser unbekannt

Jeden Morgen bekommen wir einen neuen Tag geschenkt.

Einen ganz besonderen, einzigartigen Tag, nur für uns.

Ein guter Grund, diesen Tag zu feiern, zu feiern, dass wir da sind,

dass wir atmen, lachen, tanzen, schlafen und wieder aufstehen.

Und jeden Morgen einen neuen Tag geschenkt bekommen.

 

Ich danke allen... von Paolo Coelho

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben; sie haben meine Fantasie beflügelt.

Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten; sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben; sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.

Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben; sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.

Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben; sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben; sie haben mir Raum gegeben für Neues.

Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben; sie haben mich wachsam werden lassen.

Ich danke allen, die mich verletzt haben; sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.

Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben; sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich allen, die mich lieben, so wie ich bin; sie geben mir die Kraft zum Leben.

 

Unsere tiefste Angst... von Marianne Williamson

"Unsere tiefste Angst ist nicht, dass wir unzulänglich sind.

Unsere tiefste Angst ist, dass wir grenzenlose Macht in uns haben.

Es ist unser Licht und nicht unsere Dunkelheit, vor der wir uns am meisten fürchten.

Wer bin ich schon, fragen wir uns, dass ich schön, talentiert und fabelhaft sein soll?

Aber ich frage dich, wer bist du, es nicht zu sein? Du bist ein Kind Gottes.

Dich kleiner zu machen verdient die Welt nicht.

Es ist nichts Erleuchtendes dabei, sich zu schrumpfen, damit andere Leute nicht unsicher werden, wenn sie in unserer Nähe sind. 

Wenn wir unser eigenes Licht strahlen lassen, geben wir unterbewusst unseren Mitmenschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.

Wenn wir uns von unserer eigenen Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien."

 

Die zwei Wölfe... Indianische Überlieferung

Ein alter Mann von den Cherokee-Ureinwohnern Amerikas belehrte seine Enkelkinder über das Leben. Er sagte zu ihnen: »Ein Kampf findet in meinem Inneren statt. Es ist ein fürchterlicher Kampf.

Da kämpfen zwei Wölfe miteinander. Ein Wolf repräsentiert Furcht, Ärger, Neid, Sorgen, Bedauern, Gier, Arroganz, Selbstmitleid, Schuld, Vorurteile, Minderwertigkeit, Lügen, Stolz und Überheblichkeit.

Der andere Wolf steht für Freude, Frieden, Liebe, Hoffnung, Anteilnahme, Gelassenheit, Menschlichkeit, Freundlichkeit, Wohlwollen, Freundschaft, Einfühlungsvermögen, Großzügigkeit, Wahrheit, Mitgefühl und Vertrauen.

Derselbe Kampf findet auch in Euch und in allen anderen Menschen statt.«

Die Kinder dachten darüber nach. Dann fragte eines von ihnen den Großvater:

»Und welcher Wolf wird gewinnen?«

Der alte Cherokee antwortete:»Es wird der gewinnen, den ich füttere.«

 

Balsam für die Seele... von John O'Donohue

An dem Tag, an dem die Last auf deinen Schultern unerträglich wird und du strauchelst,

möge die Erde tanzen, dir das Gleichgewicht wiederzugeben.

Und wenn deine Augen hinterm grauen Fenster zu Eis erstarren und das Gespenst des Verlustes sich in dich einschleicht,

möge ein Schwarm von Farben, Tiefblau, Rot, Grün und Azur, herbeikommen, dich auf einer Art der Freude aufzuwecken.

Wenn die Leinwand der currach des Denkens spröde wird und ein Fleck Ozean schwarz unter dir wächst,

möge ein Pfad gelben Mondlichts sich über die Wellen legen, dich sicher ans Ufer zu führen.

Möge Nahrung der Erde dein sein, möge Klarheit des Lichts dein sein,

möge das Wasser des Ozeans dein sein, möge der Schutz der Ahnen dein sein.

Und möge ein sanfter Wind diese Worte der Liebe um dich schmiegen, wie einen unsichtbaren Mantel, der dein Leben behüten soll.

(currach = irisches Boot)

 

Was es ist... von Erich Fried

Es ist Unsinn sagt die Vernunft

Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist Unglück sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst

Es ist aussichtslos sagt die Einsicht

Es ist was es ist sagt die Liebe

Es ist lächerlich sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht

Es ist unmöglich sagt die Erfahrung

Es ist was es ist sagt die Liebe